Unsere Forderungen

Unser Kampf um eine nachhaltige Lösung zum Sozialen Wohnungsbau in Berlin (Bestand) währt nun schon mehr als 4 Jahre. Unsere Aktivitäten und Forderungen haben sich infolge multipliziert und auch ausdifferenziert. (siehe dazu aktuellere Beiträge auf unserer Startseite). An dieser Stelle unsere 2011 aufgestellten Grundforderungen:

Vorab hier nochmal unser offener Brief an Senator Müller (SPD) (Klick!)

> Wir protestieren hier, weil wir unsere hohen Mieten nicht mehr bezahlen können!

> Wir protestieren hier gegen die jährlich steigenden Mieten im sozialen Wohnungsbau!

> Wir protestieren, weil es für den sozialen Wohnungsbau in Berlin keine Mietobergrenze gibt!

> Wir protestieren gegen die Verdrängung von Menschen die hier seit Jahrzehnten ihr Zuhause haben!

> Wir protestieren gegen die Untätigkeit des letzten und des aktuellen Senates in Sachen Mietenpolitik im sozialen Wohnungsbau. Das Wohnraumgesetz in seiner aktuellen Form löst keine Probleme der Mieter/innen!

> Wir protestieren gegen die Landesregierung die ihren klammen Haushalt, auf unsere Kosten, aus unseren Mieten saniert!

Unsere ausführlichen Forderungen:

Wir fordern von den Regierungsparteien SPD und CDU:

  1. Sofortige Absenkung der Mieten und temporäre Wiedereinführung einer Mietober- grenze für die „problematischen Großsiedlungen“ bei 4,-€!
  2. Langfristige Senkung der (Kosten-)Mieten im sozialen Wohnungsbau durch Überprüfung ihrer Berechnungsgrundlage, Umschuldung und Veränderung der Zins-Sätze.
  3. Stellen Sie sich der komplexen Problematik des Berliner sozialen Wohnungsbaus und verweisen Sie nicht immer nur auf die landeseigenen Wohnungen oder den geplanten Wohnungsneubau. Es geht um die Bestandsmieter_innen im existierenden sozialen Wohnungsbau, den das Land Berlin auch von privaten Eigentümern hat bauen lassen!
  4. Kommunalisieren Sie den Sozialen Wohnungsbau! Die Vermieter haben genug Subventionen bekommen, die Häuser sind längst abbezahlt. Stellen Sie sich endlich den Fehlern der Subventionspolitik Westberlins, die nur den Anleger_innen und Eigentümer_innen nützt und den Mietern schadet!
  5. Organisieren Sie (unter Mithilfe der Oppositionsparteien) für Herbst 2012 eine Arbeitskonferenz zum Berliner sozialen Wohnungsbau und laden Sie dazu Expert_innen aus Miet- und Stadtpolitik, Mieter_inneninitiativen, Expert_innen aus Wissenschaft, Recht und Wirtschaft dazu ein; mit dem Ziel eine Sozialmieter_innenfreundliche und nachhaltige Lösung zu finden!
  6. Weisen Sie die Jobcenter an, keine weiteren Kostensenkungen und Zwangsumzüge zu fordern.

Wir fordern von den Hausverwaltungen:

  • sich auf unsere Seite zu stellen und das Land Berlin zu Mietsenkungen zu bringen!
  • ihrer Aufgabe, bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen, wieder nachzukommen, für die Sie seit Jahrzehnten Subventionen bekommen!
  • sich dafür zu entschuldigen, dass sie mehrfach unseren Einladungen (als auch des Bezirks und des Senats) zum Gespräch nicht nachgekommen sind!
  • dem Beschluss der BVV vom 28.03.2012 zu folgen und sich endlich einen Dialog mit den Mieter_innen zu begeben! ÒÒ Den nun begonnenen Dialog aufrecht zu erhalten und aktiv nach Lösungen zu suchen.
  • Ihren Verpflichtungen als Vermieter nachzukommen und die Wohnungen und Häuser nicht verkommen zu lassen!
  • sich mit uns und der Politik (Land & Bezirk) zusammenzusetzen und einen konkreten Arbeitsplan zur Mietsenkung, als auch Senkung der Kostenmieten zu erstellen.
  • Sich eigenständig nach einer Umschuldung der Kredite umzusehen, um die Kostenmieten zu senken!

Wir fordern von den Oppositionsparteien die GRÜNEn,DIE  LINKE und PIRATEN:

Unterstützen Sie tatkräftig und nachhaltig unsere Forderungen in allen Ausschüssen.

Helfen Sie uns bei Einschätzungen, Recherche und Informationsbeschaffung.

Und vor allem: Entwickeln Sie tragfähige Modelle, welche die Problematik des Berliner sozialen Wohnungsbaus mietergerecht lösen können.

Wir erwarten von Presse und Medien:

eine sensible Berichterstattung. Wir sind keine Zootiere. Wir lassen uns nicht ausstellen. Die Anfragen nach Einzel-Interviews werden sorgsam geprüft. Es kommt auf Ihre Sensibilität an, ob ein Interview auch in der Wohnung geführt werden darf. An- fragen, die „Türken in Kreuzberg“ porträtieren wollen, haben wir zu viele. Wir sind kein Klischee, sondern äußerst verschieden. Es gibt keine „typisch türkische“ Familie, wie sie in den Köpfen zu vieler besteht. Wir sind erst einmal Mieter und Mieterinnen, die von Verdrängung bedroht sind. Ob wir über unsere türkischen, tunesischen, deutschen, tscherkessischen oder afghanischen Wurzeln sprechen möchten, bleibt uns überlassen. Wenn, dann sprechen wir auch über Rassismus in Deutschland.

eine verantwortliche und kontinuierliche Berichterstattung auch jenseits des tagespolitischen Geschäftes.

sich aktiv an der Diskussion für ein soziales Berlin für alle zu beteiligen und darin insbesondere die Perspektiven der Berliner Mieter_innen zu berücksichtigen!

insbesondere die Perspektiven der Berliner Mieter_innen und Mieter_inneninnen zu berücksichtigen!

Wir fordern die Mitarbeiter_innen der Jobcenter auf:

> keine Kosten-Senkungs-Aufforderungen für die „Unterkunft“ im Sozialen Wohnungsbau  zu verschicken, bis Lösungen dafür gefunden wurden!

> Sozial und respektvoll mit uns umzugehen!

> Die Betriebskostenberechnungen der Vermieter_innen genau zu prüfen.

Wir fordern die neu Hinzugezogenen, die Besser­verdienenden und Touristen auf:

Unterstützen und verbreitern Sie unseren Protest! Helfen Sie uns bei Schichten, bringen Sie Ideen und Kuchen vorbei! Protestieren Sie mit auf unseren Demonstrationen!

Wir laden Künstler_innen und Kulturschaffenden ein:

> unterstützt uns mit Aktionen, Workshops, Lesungen, Konzerten …

> diskutiert mit uns, wie Kulturpolitik und Wohnungspolitik, die keiner Standortlogik folgen, zusammen die Stadt für ihre Bewohner_innen attraktiv behält.

Wir laden andere Mieterinitiativen, Kiezinitiativen und Mieter_innen ein:

kommt vorbei, macht den Protest noch größer und stärker, weitet den Protest in Euren Kiezen aus.

Überlegt mit uns weitere Aktionen. Erzählt Euren Nachbar_innen vom Protest und redet im Kiez darüber. Bringt Euch ein. Macht mit uns gemeinsam Demonstrationen.

Lasst uns gemeinsam den Druck verstärken!

Was können Sie tun?

Machen Sie eine Schicht hier und lernen Sie uns kennen.

Kommen Sie auf unsere Demonstrationen.

Bringen Sie Ihre Familie, Ihre Freund_innen mit, erzählen Sie Ihren Kollegen und Kolleginnen von unseren Aktionen.

Verteilen Sie unsere Aufkleber, Postkarten und Flugblätter.

Schreiben Sie Kommentare auf Zeitungswebseiten und Leserbriefe zum Thema!

Informieren Sie sich über Neuigkeiten von Kotti & Co über unsere Webseite: http://www.kottiundco.net/ oder auf Facebook: Kotti Undco

kottico@gmx.net

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